Mehr Autos, größere Modelle. Die Folge: Unsere oft engen Straßen in den Wohnquartieren platzen aus allen Nähten. Ob Rettungsfahrzeuge auf der Straße oder Menschen auf den Gehwegen – werden sie in ihrer Mobilität eingeschränkt oder behindert, gibt es Handlungsbedarf!
- Mehr PKW Der Einfluss der Veränderung von PKWs
- Das soll erreicht werden Die Ziele der Maßnahmen
- Kein Durchkommen Rettungssicherheit und Barrierefreiheit
- Klare Regeln Orientierung für Alle
Ursachen
Mehr Pkw-Zulassungen, größere Modelle
Das private Auto ist seit den 1950er Jahren und mit wachsendem Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten das Fortbewegungsmittel der ersten Wahl. Das gilt auch für die 2000er Jahre. Ab 2008 gibt es vergleichbare Zahlen. Allein zwischen 2008 und 2025 ist der Bestand zugelassener Pkw in Bremen um mehr als 32.800 Fahrzeuge gestiegen. Am 1.1.2025 waren 248.228 Pkw in Bremen zugelassen.
Anstieg Pkw-Bestand (privat u. gewerblich) in der Stadt Bremen
Quelle: Statistisches Landesamt Bremen
Pkw-Dichte und jüngere Entwicklungen
Auch die Pkw-Dichte liegt heute im Vergleich zu 2008 auf einem höheren Niveau: Gab es 2008 noch 346 private Pkw je 1.000 Einwohner:innen, waren es 2025 361 Pkw. Eine gute Nachricht ist, dass die Pkw-Dichte seit 2021 kontinuierlich leicht gesunken ist – ein mögliches Indiz für die Umstellung vieler Haushalte auf alternative Mobilitätsmittel.
Größere Fahrzeugmodelle
Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an Sicherheit und Komfort der Fahrzeuge geändert, und damit auch ihre Dimensionen. Mitte der 1980er Jahre erreichte eine typische Kompaktklasse noch zwischen 1,6 und 1,7 Meter Breite, heute liegen die Maße eher bei 1,8 Metern und mehr – mit spürbaren Auswirkungen auf den Platz im Straßenraum.
Enge Straßen
Wo Autos mehr und größer werden, wachsen die Straßen nicht gleichermaßen mit. Der Straßenraum bleibt begrenzt und Flächenkonflikte sind vorprogrammiert. Straßenquerschnitte im innerstädtischen Raum sind besonders betroffen. Entstanden in einer Zeit, als das Auto nicht Massenbewegung, sondern Ausnahme war, kommen viele innerstädtische Straßen den Anforderungen an Sicherheit und Barrierefreiheit nicht mehr nach. Das Abstellen der Fahrzeuge in der Straße, insbesondere das verbotswidrige sogenannte aufgesetzte Gehwegparken, also das Abstellen des Fahrzeugs mit einem Reifenpaar auf dem Gehweg, erzeugt in vielen Bereichen Probleme.
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Straßen, Wege und Plätze sind so zu bauen, zu unterhalten, zu erweitern oder zu verbessern, dass sie möglichst weitreichend barrierefrei werden und dem regelmäßigen Verkehrsbedürfnis und insbesondere auch den Belangen behinderter und anderer Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen genügen.
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