Mehr Autos, größere Modelle. Die Folge: Unsere oft engen Straßen in den Wohnquartieren platzen aus allen Nähten. Ob Rettungsfahrzeuge auf der Straße oder Menschen auf den Gehwegen – werden sie in ihrer Mobilität eingeschränkt oder behindert, gibt es Handlungsbedarf!
- Mehr PKW Der Einfluss der Veränderung von PKWs
- Das soll erreicht werden Die Ziele der Maßnahmen
- Kein Durchkommen Rettungssicherheit und Barrierefreiheit
- Klare Regeln Orientierung für Alle
Ursachen
Mehr Pkw-Zulassungen, größere Modelle
Das private Auto als Fortbewegungsmittel der ersten Wahl ist seit vielen Jahren ungebrochen. Allein im Jahr 2024 wurden in der Stadt Bremen rund 18.500 Personenkraftwagen neu zugelassen. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4,9 Prozent. Im Januar 2025 beläuft sich der Pkw-Bestand in Bremen auf rund 250.000 Fahrzeuge, Tendenz steigend. Jeder Bremer Haushalt besitzt im Schnitt einen Pkw (rechnerisch 0,9 Pkw/Haushalt). Rund 435 Pkws kommen auf 1.000 Einwohner.
Pkw-Besitz im Verhältnis zur Einwohnerzahl
Quelle: Statistisches Landesamt Bremen
Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an Sicherheit und Komfort der Fahrzeuge geändert, und damit auch ihre Dimensionen. Mitte der 1980er Jahre erreichte eine typische Kompaktklasse noch zwischen 1,6 und 1,7 Meter Breite, heute liegen die Maße eher bei 1,8 Metern und mehr – mit spürbaren Auswirkungen auf den Platz im Straßenraum.
Enge Straßen
Wo Autos mehr und größer werden, wachsen die Straßen nicht gleichermaßen mit. Der Straßenraum bleibt begrenzt und Flächenkonflikte sind vorprogrammiert. Straßenquerschnitte im innerstädtischen Raum sind besonders betroffen. Entstanden in einer Zeit, als das Auto nicht Massenbewegung, sondern Ausnahme war, kommen viele innerstädtische Straßen den Anforderungen an Sicherheit und Barrierefreiheit nicht mehr nach. Das Abstellen der Fahrzeuge in der Straße, insbesondere das verbotswidrige sogenannte aufgesetzte Gehwegparken, also das Abstellen des Fahrzeugs mit einem Reifenpaar auf dem Gehweg, erzeugt in vielen Bereichen Probleme.
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Straßen, Wege und Plätze sind so zu bauen, zu unterhalten, zu erweitern oder zu verbessern, dass sie möglichst weitreichend barrierefrei werden und dem regelmäßigen Verkehrsbedürfnis und insbesondere auch den Belangen behinderter und anderer Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen genügen.
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